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Dienstag, 5. April 2016

Felix Platter-Spital Basel

Heimatschutz Basel und Freiwillige Basler Denkmalpflege begrüssen den Entscheid der Regierung, den Hauptbau des Felix Platter-Spitals unter Schutz zu stellen und haben den Rekurs gegen die Nichtunterschutzstellung zurück gezogen.

Der Heimatschutz Basel und die Freiwillige Basler Denkmalpflege sind erfreut über die weitgehende Unterschutzstellung des Hauptbaus der Felix Platter-Spitals durch die Basler Regierung. Der Schutzumfang für den 100 Meter langen und 35 Meter hohen Baukörpers entspricht der mit der Einwohnergemeinde Basel-Stadt abgeschlossenen Vereinbarung, die mit wesentlicher Beteiligung der Genossenschaften  ausgehandelt wurde. Es sind dies die Wohngenossenschaften Schweiz, Nordwestschweiz, Regionalverband der gemeinnützigen Wohnbauträger als Baurechtnehmer und die Wohnbaugenossenschaft wohnen & mehr als Bauträger.

Geschützt werden die Substanz, bzw. die visuelle Erscheinung der variationsreichen Fassade des Hauptbaus des Felix Platter-Spitals mit ihrer eindrücklichen skulpturalen Qualität. Substanziell erhalten wird das Betongitterwerk an der Nordfassade. Erhalten wird aber auch die Kantine inkl. Spitalküche und der Versammlungsraum auf der Südseite mit seinen Glasmalereien. Im Innern und an der Fassade sind unter Erhalt der Erscheinung die nötigen baulichen Veränderungen für eine Umnutzung  zu Wohnzwecken möglich.

Auf Grund dieses neuen Regierungsbeschlusses haben die beiden Organisationen ihren Rekurs beim Appellationsgericht gegen den Nichtunterschutzstellungsbeschluss der Regierung vom 31. März 2015 zurückgezogen. Das heisst, sowohl der Heimatschutz Basel als auch die Freiwillige Basler Denkmalspflege verzichten auf die Unterschutzstellung der Personalhäuser, der Verbindungsbauten und der Nebenbauten des Felix Platter-Spitals.

Mit dem Schutz des Hauptbaus kann ein Basler Grossbau aus der Nachkriegsmoderne, welcher durch seine serielle Eisenbeton-Skelettbautechnik überzeugt, erhalten werden. Damit kann auch der kostspielige Abbruch eines riesigen Bauvolumens und die Vernichtung von gut unterhaltener Bausubstanz vermieden werden. Dafür danken die beiden Organisationen allen Beteiligten und wünschen der Wohnbaugenossenschaft wohnen & mehr viel Erfolg bei der herausfordernden baulichen Umsetzung.
   
Kontakt: 
Christof Wamister, Obmann Heimatschutz, 061 363 43 20
Christian Eich, Präsident Freiw. Basler Denkmalpflege, 061 284 98 88 
Paul Dilitz, Geschäftsführer HSBS, 061 283 04 60, 076 680 25 70